Lebenslauf
Louis Adolph Bajetto en Yva Schuller tot Peursum
Louis Adolph Bajetto und Yva Schuller tot Peursum.

Joseph Max Bajetto (Jos) wurde am 15. April 1922 in Djakarta/Indonesien als Sohn von
Louis Adolph Bajetto und Yva Schuller tot Peursum geboren.
Hier lebte und wuchs er mit seinen Geschwister in jungen Jahren auf.

Carolina Sophia, Jan, Jos und Her Bajetto Carolina Sophia,
Henry (Her),
Jos und
Jan Bajetto
(von rechts nach links)
Jos Jos in jungen Jahren Jos
Die Schulzeit verbrachte Jos in Holland in einem Internat. Dort bekam er auch Klavierunterricht, natürlich wie es so üblich ist in Klassik. Diese Musik sagte ihm aber überhaupt nicht zu. Seine Leidenschaft war dem Jazz gewidmet, welches er im Radio hörte und versuchte nachzuspielen.

Bevor das ich jetzt den musikalischen Werdegang weiterführe, möchte ich kurz zu den beiden Ehefrauen von Jos kommen. Seine erste Frau war Beb, meine Mutter, sie heirateten 1945, verstorben 1962.
  Jos en Bep  
Mies, Max en Bep Bep en Jos
  Max, Mies und Bep   Bep und Jos  

Mit seiner zweiten Frau Maria war er bis zu seinem Tod verheiratet.
  Maria Leicht  
    Maria Leicht    

Nach seiner Schulzeit machte Jos eine Ausbildung als Bürokaufmann. In der Freizeit aber hörte er weiter mit Freunden Jazzschallplatten und sie spielten selbige nach. Mit der deutschen Besatzung wurde auch der Jazz verboten. Man hörte dennoch heimlich den BBC und funktionierte so manchen Tanztee zu einer Jazzparty um. Mit der Befreiung durch die Alliierten brach auch in Holland ein wahres Jazzfieber aus. In dieser Zeit gründete Jos seine erste Band.
  Jos eerste band  
Jos gab seinen Job als Büroangestellter auf und wurde Berufsmusiker. In den fünfziger Jahre kam dann die Rock and Roll-Zeit und Jazz war nicht mehr so gefragt. Jos löste seine Band auf und spiele von nun an als Alleinunterhalter. So kam er unter anderem nach Tunesien und sogar nach Hollywood. Anfang der sechziger Jahre kam Jos nach Deutschland, spielte anfangs in diverse Bars und später dann auf der Weissen Flotte der Köln/Düsseldorfer. Hier musste er überwiegend rheinische Lieder spielen, was ihm nun mal überhaupt nicht lag. Zum Glück waren auch viele Amerikaner auf diese Schiffe, sodass er auch Jazzen konnte. Ende der sechziger Jahre kam das endgültige Aus für ihn als Berufsmusiker. Jos en Arno Arno und Jos in Papa Joe's Klimperkasten (Köln).  

Von da an arbeitete Jos wieder als Büroangestellter bei der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt. Da man einen Vollblutmusiker nicht auf Eis legen kann, spielte er am Wochenende in einer Pinte in Köln Poll. Glücklich machte es ihm zwar nicht, aber er hatte sein Publikum.

Jos war wieder voll in seinem Element. Mit diverser Formation wurde gejazzt, was das Zeug hielt. Jos en band Anfang der siebziger Jahre freundete sich Jos mit meinem alten Grundschulrektor an, der selber auch sehr musikbegeistert war. Er nahm uns eines Sonntags mit in die Kölner Altstadt. Zuerst ging es in den Townhill, wo eine Jazzband spielte. Anschließend landeten wir in einem Jazzlokal Namens "Streckstrump".  

An der Theke war noch einiges los, aber ansonsten lief nur ein Band. Das Klavier war frei und Jos nicht mehr zu bändigen. Der Anfang für seine Jazz-Karriere in der Kölner Altstadt war geboren.